Transformationsforschung Studie



Wirsindberliner – als gemeinnütziger Verein stellen wir uns zur Verbesserung unserer Gegenwart und Zukunft auf. Wir fokussieren unseren planetaren Lebensraum, welcher den in den vergangenen Jahren lauter gewordenen Ruf nach Transformationsforschung aufgreif


t. Dabei berücksichtigen wir die ihn beeinflussenden Faktoren Gesundheit, Bildung, Nachhaltigkeit, Humanität, Philanthropie, Ökologie, Wirtschaft und Menschen. Der Blick ist hierbei auf einen wachsenden globalen Problemdruck gerichtet, im Besonderen hinsichtlich Notwendigkeiten und Blockaden bis hin zur Unterstützung von Nachhaltigkeitstransfor-mationen. Dazu werden kleinste Fallbeispiele eigens initiiert und in der Folge zur Untersuchung herangezogen. Dies soll verdeutlichen, wie schwer es bereits bei genauer Betrachtung jener Mikrobeispiele ist, eine systemische Abgrenzung zu beeinflussenden Makrofaktoren vorzunehmen.

Gewählt werden kleinste Fallbeispiele des täglichen urbanen und ländlichen Lebens, die herausgestellt und in Zusammenhang mit den sie beeinflussenden Faktoren multiperspektivisch aufgezeichnet, dokumentiert und empirisch untersucht werden.


Transformation (von spätlateinisch transformatio, lateinisch transformare, dt. umformen, verwandeln) ist in der vergleichenden Politikwissenschaft der Vorgang der grundlegenden Veränderung eines politischen Systems und gegebenenfalls auch der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ordnung.

  • untersucht komplexe gesellschaftliche Phänomene mit multi-perspektivischen Ansätzen,

  • in transdisziplinären Forschungsteams mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen, Fähigkeiten und Interessen,

  • ist methodisch flexibel und kreativ unter Beachtung sowohl wissenschaftlicher Stringenz als auch gesellschaftlicher Relevanz,

  • in einem gemeinsamen Erkenntnisprozess von Forschenden und Teilnehmenden im Feld,

  • mit Veröffentlichungen in anerkannten wissenschaftlichen Journalen wie auch einem zielgruppengerechten- Wissenstransfer in die Gesellschaft,

  • sowie begleitet durch Formate forschenden Lernens sowie der Vermittlung gewonnener Erkenntnisse.




Transformationsforschung setzt sich mit grundlegenden Umwandlungsprozessen, im Besonderen auch gesellschaftlicher Systeme z. B. in Richtung Nachhaltigkeit, auseinander und betrachtet diese aus einer wissenschaftlichen Perspektive.

Diese Forschungsziele erfordern sowohl beschreibend-analytische als auch visionär-transformative Forschungsansätze, die durch vertrauenswürdige, transparente und reflexive Forschungsprozesse konzeptionelles Wissen und Handlungswissen hervorbringen.

Ausgehend von einer These, dass wirtschaftliche, soziale, ökologische und ökonomische Einflussfaktoren zusammentreffen und zu Blockaden, Problemen und fundamentalen, übergreifenden Systemkrisen von lokal bis global führen können (abgeleitet von Rotmans 2012), kann eine Gefahr der Ausdehnung bis hin zu planetarischer und sozial-ökonomischer Leitplankenüberschreitung entstehen (angelehnt an Rockström et al. 2009, Raworth 2012, Steffen et al. 2015).


Die Medien berichten seit geraumer Zeit über ökologische Probleme und schließen in ihren Berichterstattungen gleichwohl, dass sich diese zu gesellschaftlichen Problemen und sozialen Krisen von nie dagewesenen Dimensionen auswachsen können, welche erhebliche Auswirkungen auf den Menschen, die Gesundheit und die Gesellschaften haben, sofern nicht gegengesteuert wird (angelehnt an Meadows et al. 2004, UNEP 2012).

„Für systemrelevante Probleme gibt es keine simplen, geradlinigen Lösungen“, das sagen auch andere an diesem Themenkomplex Forschende; über Generationen sind sie auf allen gesellschaftlichen Ebenen tief verankert. Die Problemdefinitionen selbst sind umstritten, kontextabhängig, ihre Formulierung normativ, und sie betreffen viele verschiedene Akteure (Rotmans 2005, Loorbach, 2007, Schuitmaker 2012). Das Problemverständnis ist dementsprechend nicht als neutral zu betrachten, sondern stellt einen Akt der Priorisierung und somit Normierung dar, wodurch gesellschaftliche Relevanz sowie Lösungswege definiert und geprägt werden. Dieses Verständnis von gesellschaftlichen Krisen als vielschichtige, miteinander verwobene Problemmuster legt nahe, dass es für ihre Lösung eines radikalen Wandels im Sinne einer gesellschaftlichen oder „Großen Transformation“ nicht alleine nur in Richtung Nachhaltigkeit bedarf (WBGU 2011, auch als ‚Transition‘ bezeichnet, siehe Rotmans et al. 2001, Grin et al. 2010). Es bedarf einer umfassenden Wirtschafts-, Bildungs- und Wissenschafts- sowie Werte-, Denk-, Gesundheits-, Verständnis- und Handlungstransformation, die systemübergreifend wie interdisziplinär alle Lebensbereiche umfasst.


Was genau eine Transformation ist, lässt sich nur in Verbindung mit Fallbeispielen konkret beantworten. Ein Beispiel für eine solche veränderte Ausrichtung stellt beispielsweise die Transformation von auf Landwirtschaft basierender, lokaler Wirtschaft hin zu Tourismus (Beispiel Agriturismo Apulien/Italien) dar. Für urbane Verknüpfungen und Normierungen sollen im kleinen Rahmen konkrete Beispiele, die von Wirsindberliner initiiert und realisiert wurden, zur Verdeutlichung herangezogen werden.


(Aufbauend auf, in Anlehnung an Studien wie die hier auszugsweise Dargestellte;

Umweltforschunsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Forschungskennzahl 3714 17 100 0 Transformationsforschung Definitionen, Ansätze, Methoden von Julia Wittmayer, Katharina Hölscher DRIFT, Erasmus Universität Rotterdam, Rotterdam Im Auftrag des Umweltbundesamtes“ von 2017 )





Aufbauend darauf und zum Thema Transformation – anhand praktischer Beispiele und unter Einbeziehung aller erkennbaren Einflussfaktoren – laden wir Kreative, Visionäre, Studenten, interdisziplinäre Experten, interdisziplinäre Wissenschaftler, Wirtschaftsexperten und Berliner Bürger zur Teilnahme und Begleitung einer wissenschaftlichen Studie ein. Die Studie wird dokumentiert und nach Abschluss mit Nennung aller Teilnehmer veröffentlicht. Die Dauer dieser wissenschaftlichen Studie umfasst den Zeitraum vom 01.06.2020 bis 30.09.2021. Der Aufwand je Teilnehmer ist jeweils individuell zu definieren. Die Teilnahme wird nicht vergütet, sie ist ehrenamtlich.


Bewerbungsfrist: 01.06.– 01.07.2020

Bitte bewerben Sie sich über das Kontaktformular. Zugelassen sind vorwiegend in Berlin lebende Teilnehmer, nur in Ausnahmefällen können Kandidaten aus dem europäischen Ausland miteinbezogen werden, sofern sich aus Berlin keine Kandidaten für den entsprechenden Bereich melden. Sofern sie sich als Experte, Student oder Fachmann einer bestimmten Rubrik bewerben, fügen Sie Ihrer Onlinebewerbung bitte Nachweise über Ihre Qualifikationen bei, Ihre Bewerbung kann sonst nicht berücksichtigt werden. Zusätzlich benötigen wir die vollständigen Kontaktdaten, die Ausweisnummer sowie die Steuer-ID eines jeden Kandidaten. Es wäre schön, wenn Sie uns mit der Bewerbung ein kurzes Motivationsschreiben senden (max. 15 Zeilen).




Zur ehrenamtlichen Teilnahme laden wir Studenten, Experten, Wissenschaftler und Berliner mit folgender Expertise ein:


2 Studenten Master Wirtschaftswissenschaften (m/w/d)

2 Studenten Master Volkswissenschaften (m/w/d)

2 Studenten Master Rechtswissenschaften (m/w/d)

2 Studenten Agrarwissenschaften (m/w/d)

1 Student Politikwissenschaften (m/w/d)

2 Studenten Master Verwaltungswesen (m/w/d)

2 Studenten Master Rechtswissenschaften (m/w/d)

2 Studenten Master Kommunikation (m/w/d)

4 Studenten Master Modedesign/Kunst/Design/Produktdesign (m/w/d)

2 Studenten Master Architektur (m/w/d)

2 Studenten Master Bauingenieurwesen (m/w/d)

2 Studenten Wirtschaftsingenieurwesen (m/w/d)

1 Student Wirtschaftsinformatik (m/w/d)

2 Studenten Master Germanistik (m/w/d)

4 Medizinstudenten/4. Semester (m/w/d)

5 Studenten Schauspiel (m/w/d)

4 Studenten Gesang (m/w/d)

2 Studenten Kamera (m/w/d)

2 Toningenieure/Lichtingenieure (m/w/d)

2 Film- und Videoeditoren (m/w/d)

1 Drehbuchautor (m/w/d)

1 Referendar Lehramt Musik (m/w/d)

1 Referendar Kunst und Darstellendes Spiel (m/w/d)

1 Referendar Lehramt Mathematik (m/w/d)

1 Referendar Lehramt Biologie (m/w/d)

1 Referendar Lehramt Physik (m/w/d)

1 Referendar Lehramt Deutsch/Englisch (m/w/d)

1 Referendar Lehramt Geschichte/Politikwissenschaften (m/w/d)

1 Referendar Lehramt Philosophie (m/w/d)

3 Referendare Lehramt, 1 je Religion christlich/muslimisch/jüdisch (m/w/d)

1 Referendar Lehramt Sport (m/w/d)

1 Referendar Lehramt Informatik (m/w/d)



Ebenfalls zur ehrenamtlichen Teilnahme an dieser Studie eingeladen sind:

1 Innungsmeister Elektrotechnik (m/w/d)

1 Innungsmeister Sanitär Heizung Klempner (m/w/d)

1 Tischler (m/w/d)

1 Maurer (m/w/d)

1 Unternehmer Metall-/Eisenbieger aus Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern (m/w/d)

6 Bildende Künstler (m/w/d)

1 Gastronom (m/w/d)

1 Hotelbetreiber/inhabergeführtes Hotel (m/w/d)

2 Fabrikanten (m/w/d)

1 Altenpfleger (m/w/d)

3 Sozialpädagogen (m/w/d)

1 Psychiater (m/w/d)

1 Neurologe (m/w/d)

2 Sozialarbeiter (m/w/d)

3 Arbeitssuchende mit Jobcenter-Bezügen (m/w/d)

1 Reinigungskraft (m/w/d)

1 Inhaber Druckerei (m/w/d)

2 IT-Spezialisten (m/w/d)

1 Grafikdesigner (m/w/d)